Sonntag, 25. Oktober 2026
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Insel Krk und das schöne Baška

Ein Ausflug von Rijeka auf die Insel Krk in das Städtchen Baška – türkisfarbenes Meer, ein Kieselstrand, ein eiskaltes Bad und die historische Stadt Krk.

Insel Krk und das schöne Baška

Am nächsten Tag unseres Aufenthalts in Rijeka beschlossen wir, dass es Zeit für einen richtigen Ausflug war. Wir entschieden uns für die Insel Krk, die durch eine riesige Brücke mit dem Festland verbunden ist. Wir fuhren mit dem Auto ganz nach unten, so weit es ging – in das Städtchen Baška. Von Rijeka aus sind es etwa eine Stunde Autofahrt, und das Navi führte uns durch unglaublich lange Tunnel, die in die Felsen geschnitten waren. Und die Ausblicke unterwegs waren einfach fantastisch! 🚗🏞️

Als wir in Baška ankamen, führte uns das Navi zu einem ausgewiesenen Parkplatz. Es überraschte uns ein wenig, dass er aussah wie ein kleines Fußballstadion. Dort arbeitete gerade ein Mann, also gingen wir sicherheitshalber zu ihm und fragten, ob wir das Auto dort wirklich stehen lassen könnten. Und stellt euch unsere Überraschung vor – der Mann sprach uns auf Slowakisch an! Er beruhigte uns sofort, dass gerade Nebensaison sei, keine Parkgebühr zu zahlen sei und wir den ganzen Tag dort stehen könnten. Gestern habe man angeblich noch bezahlen müssen. Das nenne ich mal Glück gleich zu Beginn. 🙂

Wir gingen ein Stück weiter, und vor uns öffnete sich der berühmte Strand Vela. Baška ist bekannt für seinen fast zwei Kilometer langen Kieselstrand, und der Anblick war unglaublich – vor uns das türkisfarbene Meer und dahinter aufragende, majestätische, völlig kahle Felsen. 🌊⛰️

Ein eiskaltes Bad und vergessene Badehose

Obwohl schon Ende September war, hatte mein Mann einen klaren Plan. Er hatte seine Badehose mitgenommen und meinte, wenn er schon zum Meer gefahren sei, dann würde er auch baden. Ich probierte das Wasser, und für mich war es eiskalt, geschätzt vielleicht zwanzig Grad, mehr nicht. Aber er ging tatsächlich rein! Ein Stück weiter sonnten sich zwar ein paar Leute, aber gebadet hat nur er. Er hatte also das ganze Meer für sich allein. 🙂

Gleich neben uns stand so eine klassische Strandumkleide, also ging er nach dem eiskalten Bad dorthin, um sich umzuziehen. Die Strandusche funktionierte wegen des Saisonendes zwar schon nicht mehr, aber wir hatten Flaschen mit sauberem Wasser im Rucksack, also konnte er sich wenigstens schnell abspülen. Tja, nur hat er dabei in der Umkleide, der Ärmste, seine Badehose vergessen! Vielleicht liegt sie dort auf Krk also bis heute noch. 🤭

Kolonnade, Eis und Pier

Danach machten wir einen Spaziergang entlang der langen örtlichen Kolonnade. Überall gab es zahlreiche Stände, lokale Verkäufer boten Souvenirs an, und so kauften auch wir uns ein paar. Dann konnten wir dem lokalen Eis nicht widerstehen, das wirklich gut aussah. Wir setzten uns eine Weile in eines der Cafés und beobachteten einfach die Ruhe und genossen das gute Eis. 🍦

Danach gingen wir langsam weiter nach hinten zum Pier zu den Booten. Der Blick auf den Hafen, die Felsen und die ruhige Wasseroberfläche war wunderschön, sodass ich die ganze Zeit nur fotografierte. Was uns auffiel, war das Deutsch, das wir bei jedem Schritt hörten. Meist waren hier ältere deutsche Touristen unterwegs, und überall standen Autos mit deutschem Kennzeichen. Die Deutschen mögen es hier wohl sehr, und ich kann es ihnen überhaupt nicht verübeln. Nach einigen Stunden machten wir uns langsam auf den Weg Richtung Rijeka.

Die historische Stadt Krk

Auf dem Rückweg wollten wir uns noch die historische Stadt Krk selbst ansehen, eine der ältesten Städte an der Adria, berühmt geworden durch die mächtigen Adligen aus dem Geschlecht der Frankopan. Wir parkten laut Karte ein Stück vom Zentrum entfernt, dafür aber völlig kostenlos. Und wir spazierten zum Hafen und durch die historischen Gassen voller Steinhäuser. Es war zwar etwas bewölkt, und im Hafen beeindruckte uns die riesige Zahl an Booten, aber ich muss zugeben, dass mir Baška etwas besser gefallen hat. Es hatte einen wilderen und romantischeren Charakter. In Krk gönnten wir uns ein spätes Mittagessen mit direktem Meerblick von der Restaurantterrasse, und dann stand schon die Rückfahrt nach Rijeka an.

Kroatische Straßen

Und hier muss ich noch eine Sache zu den kroatischen Straßen erwähnen. Wir waren wohl die Einzigen auf der ganzen Insel und auch in Rijeka, die sich an die erlaubte Geschwindigkeit hielten. Die einheimischen Kroaten fuhren unglaublich schnell, Geschwindigkeitsbegrenzungen waren für sie eher eine Empfehlung, und genauso wild fuhr auch die Polizei. Und dieses Hupen! Vor allem in Rijeka selbst hupen sich die Fahrer ständig an, alle paar Minuten ertönt irgendwo in der Stadt eine Hupe. Tagsüber herrscht dadurch ordentlicher Trubel und Chaos, aber es hat eine ganz eigene Atmosphäre. Was uns aber sehr gut gefallen hat, waren die Autobahntunnel. Wenn man Hunderte Meter im Inneren des Felsens fährt, ist das ein echtes Erlebnis.

Am nächsten Tag stand die Heimreise an… Naja, nicht ganz nach Hause. Uns erwartete nämlich noch die Fahrt durch Ungarn. Und wo wir auf dem Rückweg überall noch vorbeigeschaut haben, weil unser Ausflug noch lange nicht zu Ende war? Das erfahrt ihr im nächsten Artikel. 🙂

Gut zu wissen

Wie weit ist Baška von Rijeka entfernt?

Mit dem Auto etwa eine Stunde. Eine riesige Brücke führt auf die Insel Krk, und unterwegs fährt man durch lange Tunnel in den Felsen mit fantastischen Ausblicken.

Wo kann man in Baška parken?

Das Navi hat uns zu einem großen Parkplatz unweit des Strandes gebracht, der ein bisschen wie ein kleines Fußballstadion aussieht. Ende September, gleich nach der Saison, musste man dort keine Parkgebühr mehr zahlen, am Tag zuvor allerdings noch.

Wie ist der Strand Vela in Baška?

Ein fast zwei Kilometer langer Kieselstrand mit türkisfarbenem Meer und majestätischen kahlen Felsen dahinter.

Kann man in Baška Ende September baden?

Das Wasser hatte schätzungsweise rund 20 °C. Mir kam es eiskalt vor, mein Mann ist aber geschwommen und hatte das ganze Meer für sich allein. Umkleidekabinen gibt es, die Duschen funktionierten nach der Saison nicht mehr.

Was kann man in Baška außer Baden unternehmen?

Auf der langen Promenade mit Ständen und Souvenirs spazieren, in einem Café ein lokales Eis essen und bis zum Steg mit den Booten gehen, mit Blick auf den Hafen und die Felsen.

Lohnt sich auch ein Besuch der Stadt Krk?

Ja, sie ist eine der ältesten Städte an der Adria, mit Hafen und historischen Steingassen. Wir haben unweit des Zentrums kostenlos geparkt und mit Blick aufs Meer zu Mittag gegessen. Mir hat Baška aber etwas besser gefallen, es ist wilder und romantischer.

Wie fährt es sich auf kroatischen Straßen?

Die Einheimischen fahren sehr schnell, und in Rijeka wird ständig gehupt. Ein Erlebnis sind aber die Autobahntunnel, in denen man hunderte Meter durch das Innere eines Felsens fährt.

Wie viel Zeit sollte man für Baška einplanen?

Wir haben dort einige Stunden verbracht und auf dem Rückweg noch einen Halt in der Stadt Krk eingelegt.