Mittwoch, 29. Juli 2026
Lenna stories
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Wie uns das verregnete Székesfehérvár verzaubert hat – und warum wir Tante Katys Nase gestreichelt haben 🌧️🙂

Ein Zwischenstopp auf der Heimfahrt aus Kroatien: das verregnete Székesfehérvár, Ungarns 'Stadt der Könige', wo wir für Glück die Nase der legendären Statue von Tante Katy gestreichelt haben.

Wie uns das verregnete Székesfehérvár verzaubert hat – und warum wir Tante Katys Nase gestreichelt haben 🌧️🙂

Als unser Abenteuer in Kroatien zu Ende ging, wollten wir nicht die ganze lange Strecke am Stück nach Hause fahren. Also beschlossen wir, eine Nacht in Ungarn zu verbringen. Wir buchten wieder eine super günstige und gemütliche Unterkunft (eine 2+1-Wohnung) in einer historischen Stadt mit einem zungenbrecherischen Namen – Székesfehérvár. 🇭🇺

Und warum ausgerechnet dort? Mein Mann und ich hatten nämlich im tschechischen Fernsehen die Sendung „Mit dem Wohnmobil durch Ungarn” gesehen, und gerade in der dritten Folge wurde so schön über diese Stadt gesprochen, dass sie uns sofort neugierig gemacht hat. 🙂

Eine Reise in Regentropfen und auf leeren Autobahnen

Als wir früh morgens losfuhren, war der Himmel bedeckt und verhieß nichts Gutes. Von Rijeka bis Székesfehérvár sind es etwa 450 Kilometer, und natürlich regnete es die ganze Fahrt über beständig. Zum Glück war die Autobahn wie leergefegt, es fuhr kaum jemand, sodass die fünfstündige Fahrt recht ruhig verlief. 🚗🌧️

Als wir endlich in Székesfehérvár ankamen und eingecheckt hatten, wollten wir keine Zeit verlieren. Wir schnappten uns die Regenschirme und machten uns gleich auf, die Stadt zu erkunden. Auch wenn es weiter regnete, hat uns das die Stimmung überhaupt nicht verdorben. Vielleicht sind die Fotos nicht ganz so strahlend und sonnig, aber für mich haben sie trotzdem ihren ganz eigenen Charme. 🙂

Eine Stadt voller Könige, Geschichte und versteckter Überraschungen

Székesfehérvár ist eine der ältesten ungarischen Städte und hat eine unglaublich reiche Geschichte. Wusstet ihr, dass im Mittelalter in der örtlichen Basilika unglaubliche 38 ungarische Könige gekrönt wurden und 15 von ihnen sogar hier begraben liegen? Deshalb wird sie auch „Stadt der Könige” genannt. 👑

Wie immer gingen wir zuerst zum Infozentrum, um uns inspirieren zu lassen und ein Souvenir zu kaufen. Am häufigsten kaufen wir einen Kühlschrankmagneten oder eine Postkarte. Die Stadt Székesfehérvár ist buchstäblich durchzogen von kleinen Sehenswürdigkeiten und Kunstwerken, die ein unaufmerksamer Mensch vielleicht gar nicht bemerken würde.

Zum Beispiel balancierte in einer der Gassen, direkt über unseren Köpfen, ein bronzener Hofnarr auf einem Seil. Eine Weile warteten wir auch bei einer kleinen, aber wunderschön verzierten astronomischen Uhr (Órajáték), bis sich ihre mechanischen Figuren ungarischer Könige und Legenden in Bewegung setzten. Und es war zauberhaft! 🙂

Die steinerne Kugel und blühende Zeit

Mitten auf einem der Plätze fiel uns eine riesige rote Steinkugel auf, umgeben von Löwen – der Országalma, der Reichsapfel. Er ist ein Symbol königlicher Macht und trägt Inschriften, die an die historischen Rechte der Stadt erinnern.

Ein Stück weiter fiel uns im Park die Blumenuhr (Virágóra) auf. Stellt euch eine riesige, voll funktionsfähige Uhr vor, deren Zifferblatt komplett aus Hunderten wunderschöner bunter Blumen besteht. Jedes Frühjahr bepflanzen Gärtner sie nach einem speziellen Plan mit Hunderten neuen Pflanzen. Selbst im Regen war das eine unglaubliche Pracht und ein Beweis dafür, wie viel Wert man hier auf Details legt. 🌸⏰

Eine Nase für Glück und die legendäre Tante Katy

Bei unseren Streifzügen durch das verregnete Zentrum konnten wir natürlich eine der bekanntesten Statuen der Stadt nicht verpassen – Tante Katy (Kati néni). Es ist eine Bronzestatue einer alten Marktfrau, die ihren Karren mit Tontöpfen schiebt. Tante Katy ist ein Symbol der hiesigen traditionellen Märkte, und die Einheimischen glauben, dass es großes Glück bringt, wenn man ihre bronzene Nase streichelt. Also zögerten wir natürlich nicht und streichelten ihre Nase ordentlich. Hoffentlich hält uns dieses Reiseglück möglichst lange. 🙂🍀

Nach einem langen Spaziergang voller Geschichte und Fotos gönnten wir uns ein tolles Mittagessen in einer Art Kantine namens Provence önkiszolgáló étterem. Bei Google hat das Restaurant eine tolle Bewertung von 4,6, und das Essen war wirklich sehr gut und zu einem fairen Preis. 🍲

Székesfehérvár hat uns trotz des schlechten Wetters unglaublich positiv überrascht – nicht nur mit majestätischen Gebäuden und wunderschönen Details, sondern auch mit malerischen Gassen. Wenn ihr mal vorbeikommt, macht hier unbedingt Halt.

Am nächsten Tag stand schon die Heimfahrt an, aber auch dabei konnten wir uns noch einen unglaublichen Ort ansehen. Und wo war das? Das verrate ich euch im nächsten Artikel, aber einen Hinweis findet ihr genau in jener dritten Folge der Sendung „Mit dem Wohnmobil durch Ungarn”. 🙂