Was man in Wien in zwei Tagen sehen kann: Hofburg, Stephansdom und mehr
Ein Ausflug nach Wien – von der Hofburg über den Stephansdom und die Votivkirche bis zur Donauinsel, dem Belvedere und den Gärten von Schönbrunn.
Wien ist die Hauptstadt Österreichs und eine jener Städte, in denen man an einem einzigen Tag von riesigen kaiserlichen Palästen und wunderschönen historischen Häusern zu modernen Hochhäusern wechseln kann. Die Stadt liegt an der Donau und hat heute mehr als zwei Millionen Einwohner.
Diesmal sind wir mit den Eltern meines Mannes nach Wien gefahren. Hauptziel unseres Ausflugs war das Haus des Meeres, denn mein Schwiegervater hält Fische und Vögel und mag solche Orte sehr. Über das Haus des Meeres habe ich aber schon einen eigenen Blogartikel, deshalb zeige ich euch diesmal vor allem ein paar andere Orte und Sehenswürdigkeiten, die wir während unseres Aufenthalts in Wien besucht haben.
Wir sind von Jihlava über Moravské Budějovice losgefahren und weiter Richtung Österreich gereist. Gleich an der Grenze hat uns diesmal eine österreichische Polizeistreife angehalten. Sie wollten unsere Ausweise sehen, haben aus der Ferne ins Auto geschaut, und dann durften wir weiterfahren.
Kaum waren wir in Wien angekommen, begann der echte Großstadtverkehr. Viele Autos, Staus und stellenweise ziemliches Chaos. Ursprünglich wollten wir zur Garage Park+Ride Hütteldorf, von wo man direkt auf die U4 umsteigen kann. Als wir dort ankamen, standen aber Mitarbeiter in Warnwesten an der Einfahrt und haben uns nicht hineingelassen. An dem Tag unseres Besuchs war die Garage aus irgendeinem Grund geschlossen, sodass wir schnell weiterfahren mussten, weil sich hinter uns bereits ein Stau bildete. Wir wussten aber nicht, wo wir sonst in der Nähe das Auto abstellen könnten.
Wenn das Parken nicht klappt, ändert sich der ganze Plan
Wir hatten ein Zimmer im Leonardo Hotel Vienna Schönbrunn reserviert und wollten ursprünglich noch vor dem Einchecken zum Schönbrunn fahren. Jetzt wussten wir aber vor allem nicht, wohin mit dem Auto. Mein Mann hat also im Hotel angerufen und auf Englisch gefragt, ob wir nicht früher kommen könnten, um wenigstens das Auto dort zu lassen und in die Stadt zu fahren. Und wir hatten Glück. Wir durften nicht nur früher kommen, sondern unsere Zimmer waren sogar schon fertig, sodass wir gleich eingecheckt, unsere Sachen dort gelassen und den ganzen Plan ein wenig geändert haben.
Das erwies sich am Ende als ziemlich gute Lösung. Nur etwa 100 Meter vom Hotel entfernt liegt nämlich die U-Bahn-Station Längenfeldgasse, wo die Linien U4 und U6 fahren. Wir haben uns 24-Stunden-Tickets für die Wiener Öffis gekauft. Damit kann man während ihrer Gültigkeit unbegrenzt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Stadt fahren, sodass wir je nach Bedarf zwischen U-Bahn und Straßenbahn wechseln konnten. Und da wir die Senioren dabei hatten, war das für uns wirklich eine praktische Wahl – manches sind wir zu Fuß gegangen, und wenn es ihnen zu viel wurde, sind wir einfach ein Stück gefahren.
Von der Längenfeldgasse direkt zum Karlsplatz
Mit der U4 sind wir direkt zum Karlsplatz gefahren. Das ist einer der wichtigen Orte im Zentrum Wiens und gleichzeitig ein großer Verkehrsknotenpunkt. In der Umgebung findet man zum Beispiel die Karlskirche, das Wien Museum und nur ein Stück weiter auch die Wiener Staatsoper. Und genau zur Wiener Staatsoper sind wir dann auch gegangen. Die Wiener Staatsoper steht am Opernring und gehört zu den bekanntesten Kulturgebäuden Wiens. Schon das Gebäude selbst ist schön, und auch wenn man nicht zu einer Vorstellung hineingeht, kann man es beim Bummel durch die Innenstadt gar nicht übersehen.
Karlsplatz mit Karlskirche, dem Jugendstil-Pavillon und dem Wien Museum
Hofburg, Rathaus und weitere prächtige Wiener Bauten
Von dort sind wir weiter durch das Zentrum gegangen. Einen Ort konnten wir natürlich nicht auslassen: die Hofburg. Der riesige kaiserliche Palastkomplex steht mitten im historischen Zentrum Wiens und war Jahrhunderte lang der Sitz der Habsburger. Heute ist ein Teil des Areals für Besucher zugänglich, und die Hofburg ist zugleich der offizielle Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten.
Hofburg – ehemaliger Sitz der Habsburger und heute Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten
Wenn man durch Wien spaziert, gibt es ständig etwas zu sehen. Historische Häuser, verzierte Fassaden, riesige Gebäude, und plötzlich steht wieder ein weiterer monumentaler Bau vor einem.
Einer davon ist das Wiener Rathaus, das Wiener Rathaus. Das neugotische Gebäude entstand im 19. Jahrhundert und ist bis heute Sitz des Wiener Bürgermeisters und der Stadtverwaltung. Vor dem Rathaus finden zudem im Laufe des Jahres viele verschiedene Veranstaltungen statt, sodass in der Umgebung oft reges Treiben herrscht.
Das Wiener Rathaus und die umliegenden historischen Häuser an der Ringstraße
Heute weiß ich nicht mehr genau, in welcher Reihenfolge wir all diese Orte besucht haben. Mal sind wir zu Fuß gegangen, mal sind wir mit der Straßenbahn oder U-Bahn gefahren, je nachdem, wie es sich gerade angeboten hat. Und da wir die Eltern meines Mannes dabei hatten, wollten wir sie nicht unnötig quer durch die ganze Stadt zu Fuß hetzen.
Die Votivkirche, die mich auf Anhieb begeistert hat
Eines der Gebäude, die mir in Wien besonders gefallen haben, war die Votivkirche, die Votivkirche. Es ist eine markante neugotische Kirche unweit des Hauptgebäudes der Universität Wien, die mit ihren beiden schlanken Türmen wirklich unübersehbar ist. Die Kirche entstand als Dank dafür, dass Kaiser Franz Joseph I. 1853 ein Attentat überlebte. Geweiht wurde sie 1879, und ihre Türme erreichen etwa 99 Meter.
Votivkirche – neugotische Kirche zum Dank für die Rettung von Kaiser Franz Joseph I.
Stephansdom – eine der wichtigsten Wahrzeichen Wiens
Natürlich haben wir uns auch den Stephansdom angesehen, den Stephansdom am Stephansplatz. Er ist eines der bekanntesten Wiener Bauwerke und steht mitten im historischen Zentrum. Sein höchster, südlicher Turm misst 136 Meter, und die Kathedrale ist auch für ihr buntes Dach bekannt. Der Bau geht bis ins 12. Jahrhundert zurück, auch wenn seine heutige Gestalt über weitere Jahrhunderte entstand und sich veränderte. Hier waren natürlich schon wirklich sehr viele Menschen unterwegs. Und eigentlich nicht nur hier. Wien ist eine große Touristenstadt, und vor allem rund um die bekanntesten Sehenswürdigkeiten trifft man Touristen fast an jeder Ecke.
Stephansdom mit seinem berühmten bunten Ziegeldach
Vom historischen Zentrum bis zur Donau
Wir wollten aber auch ein etwas anderes Wien sehen, deshalb sind wir zur Donauinsel gefahren. Sie ist eine etwa 21 Kilometer lange Insel zwischen der Donau und der Neuen Donau und zugleich ein beliebter Ort zum Entspannen, für Sport, zum Baden oder für Radtouren.
Hierher kommt man bequem mit der U-Bahn-Linie U1 bis zur Station Donauinsel. Und genau hier hat mich die Wiener U-Bahn ziemlich überrascht. Die Linie U1 überquert nämlich die Donau über die Reichsbrücke, und die U-Bahn verläuft direkt in der Konstruktion der Brücke unter der Straße. Die Station Donauinsel selbst ist somit eigentlich Teil der Brücke. Man ist es gewohnt, dass die U-Bahn tief unter der Erde fährt, und hier steigt man plötzlich direkt auf einer Brücke über der Donau aus. Das fand ich ziemlich interessant. Auf der einen Seite alte, verzierte Häuser und kaiserliche Paläste, und einen Moment später Wasser, Strände und moderne Hochhäuser. Das hat mir an Wien ziemlich gut gefallen.
Donauinsel und das moderne Gesicht Wiens an der Donau
Belvedere
Zu unseren weiteren Stationen gehörte auch das Oberes Belvedere. Der barocke Palastkomplex Belvedere ließ Prinz Eugen von Savoyen im 18. Jahrhundert als seine Sommerresidenz errichten. Heute ist das Obere Belvedere vor allem ein Kunstmuseum, und das gesamte Areal wird durch weitläufige Gärten zwischen dem Oberen und dem Unteren Belvedere ergänzt.
Wien bis in den Abend
So sind wir am ersten Tag bis in den Abend durch Wien gelaufen und gefahren. Nach und nach gingen die Lichter an, die Straßen sahen wieder etwas anders aus, und wir hatten schon eine ordentliche Portion Kilometer in den Beinen.
Ich muss sagen, Wien hat wirklich wunderschöne historische Häuser und Gebäude. Manche sind so riesig und verziert, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. Gleichzeitig ist es aber auch eine wirklich große und laute Stadt. Viele Autos, Menschen und Touristen. Leben würde ich hier wohl nicht wollen, aber für einen Ausflug finde ich Wien sehr spannend, und man kann hier jedes Mal wieder etwas Neues entdecken.
Zweiter Tag: Schönbrunn
Am zweiten Tag sind wir zum Schönbrunn gefahren. Schloss Schönbrunn war einst die Sommerresidenz der Habsburger, und das gesamte Schloss mit seinen Gärten steht heute auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Seine heutige Gestalt erhielt es vor allem unter Maria Theresia.
Diesmal sind wir nicht ins Schloss hineingegangen, haben aber zumindest einen Teil der Gärten durchquert. Und die sind wirklich riesig. Wer sie richtig erkunden möchte, sollte damit rechnen, dass man wirklich viel läuft. Die Gärten sind schön, gepflegt und definitiv einen Spaziergang wert. Schönbrunn selbst hat mich, das muss ich zugeben, nicht ganz gepackt. Vielleicht hätte ich einen anderen Eindruck, wenn wir auch drinnen gewesen wären, aber von dem, was wir bei unserem Wien-Besuch gesehen haben, hat mich die Stadt selbst mit ihren alten Straßen, der Hofburg, dem Rathaus, dem Stephansdom oder der Votivkirche viel mehr begeistert.
Und vielleicht ist genau das das Schönste am Reisen. Jeden spricht etwas anderes an.
Schloss Schönbrunn und seine weitläufigen Gärten
Nach Wien würde ich bestimmt irgendwann noch einmal zurückkehren, denn eine so große Stadt lässt sich bei einem oder zwei Besuchen ohnehin nicht wirklich kennenlernen.
Und was gefällt euch in Wien am besten? 🙂
Gut zu wissen
Welche U-Bahn-Station liegt dem Leonardo Hotel Vienna Schönbrunn am nächsten?
Am nächsten liegt die Station Längenfeldgasse, die etwa 100 Meter vom Hotel entfernt ist. Hier halten die Linien U4 und U6.
Lohnt sich in Wien ein 24-Stunden-Ticket?
Wenn man an einem Tag mehrere Orte besuchen möchte, ist es sehr praktisch. Es erlaubt während seiner Gültigkeit unbegrenztes Fahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien.
Kann man Schönbrunn kostenlos besuchen?
Die allgemeinen Bereiche des Schlossparks sind während der Öffnungszeiten kostenlos zugänglich. Für das Schloss selbst und einige weitere Bereiche des Areals braucht man Eintrittskarten.
Wie kommt man zur Donauinsel?
Eine der einfachsten Möglichkeiten ist die U-Bahn-Linie U1 bis zur Station Donauinsel. Interessant ist, dass die U-Bahn hier über die Reichsbrücke fährt und die Station Teil der Brückenkonstruktion ist.
Was lohnt sich in Wien, wenn man nur ein oder zwei Tage Zeit hat?
Für uns auf jeden Fall die historische Altstadt, die Hofburg, das Wiener Rathaus, der Stephansdom und die Votivkirche. Wer mehr Zeit hat, kann noch Schönbrunn, das Belvedere, das Hundertwasserhaus oder die Donauinsel dazunehmen.
Ist das Park+Ride Hütteldorf normalerweise in Betrieb?
Ja, das P+R Hütteldorf gehört zu den Wiener Park-and-Ride-Anlagen. Dass man uns bei unserem Besuch nicht hineingelassen hat, war eine Situation an diesem bestimmten Tag und bedeutet nicht, dass die Garage sonst regelmäßig geschlossen ist.