Haus des Meeres in Wien: unser Erlebnis im 11-stöckigen Meereshaus und ein Ausflugstipp
Ein Ausflug zum Wiener Haus des Meeres – einem ehemaligen Flakturm aus dem Zweiten Weltkrieg, in dem heute über zehntausend Meeres- und Landtiere leben, mit einem Glastunnel, durch den Haie über unseren Köpfen schwimmen.
Diesmal ging es für uns nach Wien, in ein unglaublich interessantes Haus namens Haus des Meeres. Es ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Wiens und hat 365 Tage im Jahr geöffnet. Das Haus besteht überwiegend aus Meerwasseraquarien und Terrarien. Diesen Ausflug haben wir vor allem für meinen Schwiegervater geplant, denn er ist ein leidenschaftlicher Vogel- und Fischliebhaber und mag Tiere genauso sehr wie ich. 🙂
Ein Betonturm mit bewegter Geschichte
Das Haus des Meeres hat zudem eine sehr ungewöhnliche Geschichte. Ursprünglich war es nämlich ein riesiger Betonflakturm, der im Zweiten Weltkrieg errichtet wurde. Heute befindet sich in diesem monumentalen Bauwerk ein einzigartiges Zuhause für mehr als zehntausend Tiere.
Das Wiener Haus des Meeres befindet sich in einem ehemaligen Flakturm
Die Aussicht vom elften Stock
Nach Zahlung des Eintritts fuhren wir mit dem Aufzug bis ganz nach oben. Genau dort, im elften Stock, befindet sich die Aussichtsterrasse. Und der Blick von dort auf Wien war einfach wunderschön! Es fehlt auch nicht ein gemütliches Café mit Restaurant, wo man bei einem guten Kaffee das Panorama fast der ganzen Stadt genießen kann. ☕
Der Ausblick von der Aussichtsterrasse im elften Stock
Ein kalter Stock mit einer schweren Vergangenheit
Nur ein Stockwerk tiefer, im zehnten Stock, stießen wir auf einen sehr eigenartigen, kalten Raum. Dort herrschte die rohe Atmosphäre des ursprünglichen Betons, und ein Mitarbeiter, wohl vom Sicherheitsdienst, erzählte uns von der bewegten Geschichte des Turms, vom Krieg und davon, wie dieser Betonkoloss überhaupt entstand. Es gibt dort auch eine interessante historische Ausstellung. Es war seltsam, an einem Ort mit so schwerer Vergangenheit zu stehen und zu wissen, dass heute ringsum ein ganz anderes, neues Leben pulsiert.
Vögel und Affen im tropischen Dschungel
Vom zehnten Stock abwärts öffnete sich uns dann eine völlig fesselnde Welt. Man geht in unmittelbarer Nähe der exotischen Bewohner spazieren und fühlt sich wie in einem echten Dschungel. In einem der weiteren Stockwerke flogen uns über den Köpfen bunte Vögel frei im üppigen Grün umher. Und in einem anderen Stockwerk sahen wir zwischen den Baumzweigen verschiedene Äffchen herumspringen, die einen aus nächster Nähe beobachten. 🐒
Vögel, Affen und Reptilien im tropischen Pavillon
Unterwasserwelt, leuchtende Quallen und Haie über dem Kopf
Steigt man in die unteren Stockwerke mit den Meeres- und Süßwasseraquarien hinab, beruhigt sich die Atmosphäre und verdichtet sich zu einem tiefen Blau. Man geht an Becken voller unterschiedlichster Fischarten vorbei, von kleinen bunten Fischen aus Korallenriffen bis hin zu geheimnisvollen Meeresbewohnern. Beeindruckend waren auch die Becken mit leuchtenden Quallen, die wie Geschöpfe von einem ganz anderen Planeten wirkten.
Korallenriff, Haie, Rochen und große Fische
Diese ganze Pracht wird in den unteren Stockwerken von einem Glastunnel gekrönt. Man geht direkt durch ein riesiges Aquarium hindurch, sodass einem riesige Fische, Rochen und Haie direkt über dem Kopf und an den Seiten vorbeischwimmen. 🦈
Leuchtende Quallen und der Glastunnel mit Haien
Ausstattung und Eindrücke
Natürlich fehlt es auch nicht an einer guten Infrastruktur, sauberen Toiletten und Imbissständen, wo man sich ausruhen und stärken kann, denn alle elf Stockwerke zu durchqueren braucht wirklich viel Zeit. Und am Ausgang gibt es auch einen Souvenirladen.
Wir haben im Haus des Meeres mehrere unvergessliche Stunden verbracht, und jeder Moment war es wert. Man hofft und glaubt, dass es den Tieren dort gut geht. 🙂
Das war ein tolles Erlebnis, von dem wohl jeder Naturliebhaber begeistert sein wird.
Wart ihr schon einmal im Haus des Meeres oder plant ihr einen Besuch? 🙂