Mittwoch, 10. Juni 2026
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Ausflug nach Zakopane — Unterwegs im Regen

Ein Ausflug ins polnische Zakopane bei regnerischem Wetter — die Skisprungschanze Wielka Krokiew, die berühmte Einkaufsstraße Krupówki und die Kirche der Heiligen Familie.

Ausflug nach Zakopane — Unterwegs im Regen

Am nächsten Tag wachten wir im Hotel Górski mit einem verregneten Morgen auf.

Die Wettervorhersage versprach, dass es nur bis zum Vormittag regnen würde, also ließ uns das überhaupt nicht von unserem Plan abbringen, einen Ausflug zu machen. Unser Ziel war die berühmte Stadt Zakopane.

Von unserem Hotel Górski in Białka Tatrzańska ist Zakopane etwa 25 Kilometer entfernt — mit dem Auto rund eine halbe Stunde — was es zu einem absolut idealen Ausflugsziel macht.

Etwas Geschichte und Górale-Kultur

Zakopane war ursprünglich eine kleine Hirtensiedlung, entwickelte sich aber im 19. Jahrhundert zu einem mondänen Kurort. Die einheimischen Hochlandbewohner (Górale) pflegen bis heute ihre einzigartige Kultur und Architektur. Der berühmte polnische Künstler Stanisław Witkiewicz schuf hier sogar den sogenannten „Zakopaner Stil” — massive Holzbauten mit aufwendigen Schnitzereien, die man nirgendwo sonst auf der Welt findet.

Die Skisprungschanze Wielka Krokiew

Unsere ersten Schritte führten uns zur legendären Skisprungschanze Wielka Krokiew, die bereits 1925 eröffnet wurde und regelmäßig Weltcupveranstaltungen beherbergt. Da wir kurz nach Ostern Mitte April reisten, erwartete uns recht kaltes Wetter, und in Zakopane lag sogar noch Schnee.

Trotz der Kälte und des launischen Frühlingswetters waren entlang des Weges zur Schanze viele Stände geöffnet. Einige aus unserer Gruppe konnten nicht widerstehen und kauften gleich die ersten Souvenirs. Von der Schanze liefen wir weiter zum nahegelegenen Freizeitgelände, wo eine riesige geschnitzte Mammutstatue und ein großes Riesenrad stehen.

Die berühmte Einkaufsstraße Krupówki

Danach fuhren wir weiter ins Herz der Stadt — zur bekanntesten Fußgängerzone Polens, der Krupówki-Straße. Keiner von uns war zuvor dort gewesen, also war es eine Premiere für uns.

Die Krupówki ist eine reine Fußgängerzone, etwa 1,2 km lang, und selbst im April war es dort wirklich voll mit Touristen. Die Straße strahlt eine unglaubliche Energie aus. Sie ist gesäumt von interessanten Geschäften, Restaurants im traditionellen Holzstil und Ständen mit den verschiedensten Dingen.

Für jeden ist etwas dabei — man findet alles von edler Schokolade und traditionellen polnischen Süßigkeiten über Kleidung bis hin zu den berühmten geräucherten Bergkäsen, die an jeder Ecke duften. Am unteren Ende der Straße führt eine Unterführung zum Marktplatz und zur Seilbahnstation Gubałówka.

Die Kirche der Heiligen Familie

Während unseres Stadtspaziergangs stießen wir auch auf die wunderschöne Kirche der Heiligen Familie (Kościół Świętej Rodziny), die aus dem Ende des 19. Jahrhunderts stammt und eine prachtvolle Architektur besitzt.

Der Regen hat den Ausflug nicht verdorben

Zakopane hat uns schlichtweg mit seiner Atmosphäre gewonnen. Es hat uns gezeigt, dass man selbst bei Regen und Kälte einen wunderbaren Vormittag voller Entdeckungen, Shopping und gutem Essen erleben kann.

Die Fotos von unserem Spaziergang seht ihr oben — schreibt mir doch: Habt ihr schon einmal auf der Krupówki eingekauft?