Samstag, 4. Juli 2026
Lenna stories
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Ausflugstipp – Balaton – Strände kostenlos? 🤫🌊

Auf dem Weg nach Kroatien haben wir beim ungarischen Plattensee Balaton haltgemacht. Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich eine fast endlose Wasserfläche, wir genossen den Sonnenuntergang, die Palmen in Balatonalmádi und menschenleere Strände — außerhalb der Saison obendrein völlig gratis.

Ausflugstipp – Balaton – Strände kostenlos? 🤫🌊

Am liebsten fahren wir in den Urlaub oder auf Ausflüge, wenn überall wenig los ist. Deshalb reisen wir, wenn möglich, außerhalb der Hauptsaison und an anderen Tagen als Samstag. Ich mag auch keine große Hitze, also habe ich im Sommer lieber immer viel gearbeitet. Das klingt vielleicht unglaublich, aber bis zu dieser Reise hatte ich in meinem Leben noch nie das Meer gesehen.

Mein Mann und ich beschlossen, das zu ändern, und fuhren mit dem Auto nach Kroatien. Da wir aber die lange Strecke nicht in einem Stück fahren wollten, teilten wir die Reise in Etappen auf.

Wir packten unsere Rucksäcke, stiegen ins Auto und fuhren auf der Autobahn dem Abenteuer entgegen. Meine beste Freundin und der Onkel meines Mannes sollten eigentlich mitkommen, aber meine Freundin bekam leider keinen Urlaub und so fuhren wir zu dritt. 🚗

Erste Station: Sonnenuntergang über dem Balaton

Unser erstes Ziel und die Übernachtungsstation war ein Ort, an dem auch wir noch nie gewesen waren – der legendäre ungarische Plattensee Balaton. Es war September, die Preise sind zu dieser Zeit schon sehr niedrig. Am Balaton gelang es uns, eine 2+1-Wohnung mit Seeblick für eine Nacht zu finden, für 300 CZK pro Person, und in Kroatien wollten wir drei Nächte verbringen.

Gegen sechs Uhr abends kamen wir in unserer Unterkunft in der Kleinstadt Balatonfűzfő an, die ganz im Nordosten des Sees liegt. Es ist ein ruhigerer Kurort, der vor allem bei Segelbegeisterten und Ruhesuchenden bekannt ist. Gleich nach der Ankunft warteten wir nicht lange und machten uns zu Fuß auf einen etwa einen Kilometer langen Spaziergang zum Wasser.

Als ich das erste Mal auf die scheinbar endlose Fläche des Balaton schaute, hatte ich das Gefühl, schon am Meer zu stehen! Der Balaton ist so riesig, dass man das gegenüberliegende Ufer kaum erkennt.

Wir gingen zum örtlichen Steg und ich stand einfach nur still da und schaute. Überall lagen wunderschöne Jachten und Segelboote vor Anker, auf dem Wasser schaukelten Schwäne, und der Himmel färbte sich in die schönsten Orange- und Rosatöne. Wir standen einfach da und beobachteten den wunderschönen Sonnenuntergang. Dieser Moment hat mich völlig verzaubert, und in diesem Moment wusste ich, dass es die beste Idee war, die Reise genau hier zu unterbrechen. 🌅

Der zweite Tag in Balatonalmádi: Palmen, Kunst im Unterführung und menschenleere Strände

Am zweiten Morgen fuhren wir nur ein kleines Stück weiter in die benachbarte und etwas größere Stadt Balatonalmádi. Dort hatten wir geplant, mehr Zeit zu verbringen und die Stadt richtig zu erkunden. Und das war eine gute Entscheidung.

Balatonalmádi hat eine wunderbare Atmosphäre. Unsere Schritte führten uns zunächst zum Bahnhof. Vielleicht fragt ihr euch, was an einem Bahnhof interessant ist, aber hier überrascht euch die Unterführung. Sie ist nämlich in eine kleine öffentliche Galerie verwandelt worden – die Wände sind voll mit schönen Gemälden und Landschaftsfotos, sodass selbst ein gewöhnlicher Weg unter den Gleisen zum Erlebnis wird.

Von dort gingen wir weiter ins Zentrum und in den angrenzenden Park Szent István. Für einen Moment fühlte ich mich wie irgendwo in einem exotischen Land – mitten auf dem Platz plätscherte ein Brunnen, und rund herum standen große Kübel mit echten Palmen.

Im Park stießen wir außerdem auf ein schönes hölzernes Herz mit der Aufschrift #Balatonalmádi, das geradezu nach einem Erinnerungsfoto bat.

Das Geheimnis der Balaton-Strände: Wie ist das mit dem Eintritt?

Der Hauptpunkt des Programms waren natürlich die Strände – konkret besuchten wir den Strand Budatava und den bekannten Wesselényi strand, einer der größten Strände am Nordufer. Überall standen Liegestühle bereit, für Kinder gibt es tolle moderne Spielplätze und alles war sauber und gepflegt.

Da wir Ende September reisten, genossen wir eine unglaubliche Ruhe. Weit und breit war kaum jemand zu sehen. Die Strandeingänge standen weit offen und wir gingen völlig kostenlos hindurch.

An den Kassenhäuschen studierten wir aber neugierig die Preistafeln und entdeckten etwas Interessantes. Während der Hauptsommersaison wird für den Eintritt an diesen Stränden nämlich Eintritt verlangt (am Strand Budatava laut Schild 2.000 HUF pro Erwachsenem und Tag). Ob das rund um den gesamten Balaton gilt, können wir nicht sagen, aber an dieser Nordseite schon.

Reisen außerhalb der Saison hat enorme finanzielle und atmosphärische Vorteile. Zum Schwimmen war es zwar nicht mehr (das Wasser hatte 16 °C, die Luft 15 °C), aber die Ruhe, die Spaziergänge über leere Strände und das Fotografieren ohne Touristenmassen waren es hundertprozentig wert.

Der Balaton hat mich unglaublich positiv überrascht. Es ist ein wunderschöner, sauberer und fotogener Ort, der auch dann viel zu bieten hat, wenn es nicht dreißig Grad im Schatten sind. Wenn ihr eine Reise in den Süden plant, lasst ihn als Zwischenstopp auf keinen Fall aus.

Und vom Balaton aus führte unsere Reise dann direkt zum echten Meer… Aber davon berichte ich erst im nächsten Artikel. 🙂

Wart ihr schon am Balaton?