Wir verbrachten zwei Tage in Prag und gaben am ersten Tag nur 150 CZK aus – Prag muss nicht teuer sein.
Zwei Tage in Prag mit einer Tagesfahrkarte für 150 CZK — Königsgarten, Vojans Gärten mit Pfauen, Kampa-Insel, Náplavka und das Tanzende Haus.
Es heißt, Prag sei teuer — dass man für den Preis eines einzigen Mittagessens am Altstädter Ring auf dem Lande quasi eine Einzimmerwohnung kaufen könnte. 😀
Wir sind für zwei Tage mit meinem Mann und einer Freundin dorthin gefahren – halb aus beruflichen Gründen und halb um die Stadt zu erkunden – und wollten diesmal die bekanntesten Sehenswürdigkeiten auslassen. Wir wollten den Touristenströmen ausweichen und Orte entdecken, an denen wir noch nie gewesen waren.
Ein Hotel in guter Lage
Mittwochs brachen wir vom Böhmisch-Mährischen Hochland auf, und für unseren Aufenthalt wählten wir ein Hotel mit hervorragender Lage gleich am Stadtrand Prags — das Iris Hotel Eden in Vršovice. 🏨 Das Hotel liegt direkt am Stadion des Fußballvereins Slavia, und alles, was man braucht, ist in der Nähe.
Es war nicht unser erstes Mal dort, daher wissen wir bereits, dass das Personal sehr hilfsbereit ist und dass wir unser Auto nach vorheriger Absprache schon ab zehn Uhr morgens auf dem Parkplatz lassen und die Schönheiten der Stadt erkunden können. An der Rezeption holten wir unsere Praha Passes ab, die beim Aufenthalt kostenlos dazugehören und Rabatte auf verschiedene Attraktionen in Prag bieten.
Da wir den Ausflug im Voraus geplant hatten, wussten wir, dass wir eine Tagesfahrkarte (24 Stunden) für 150 CZK nutzen würden, und die kauften wir sofort. Wir wollten den Tag draußen verbringen, weil das Wetter schön sein sollte – der folgende Tag war dagegen verregnet. 🌞
Das Iris Hotel Eden liegt direkt am Slavia-Stadion
Eine Straßenbahn-Sightseeing-Fahrt zur Prager Burg
Praktisch direkt gegenüber vom Hotel gibt es eine Straßenbahnhaltestelle, von der aus wir zur Prager Burg aufbrachen – eine Fahrt von etwa 45 Minuten. Die Straßenbahn Nr. 22 ist quasi eine Sightseeing-Tour durch Prag. 🚋
Natürlich waren wir schon zuvor auf der Prager Burg, aber im Königsgarten noch nie. Wir spazierten durch den Park bis zum Sommerpalast der Königin Anna 🏰, von dem aus man einen schönen Blick auf Prag genießt.
Der Königsgarten und der Sommerpalast der Königin Anna
Vojans Gärten — eine ruhige Oase mit Pfauen
Vom Sommerpalast fuhren wir mit der Straßenbahn zur Haltestelle Malostranská und machten uns dann auf den Weg in die Vojans Gärten, wo, wie wir im Voraus herausgefunden hatten, Pfauen völlig frei herumlaufen sollen. 🌳
Von der Straße bogen wir in etwas ein, das wie ein Innenhof wirkte, und plötzlich öffnete sich vor uns eine völlig andere Welt – ein ruhiger Ort, ein Park, in dem die Zeit scheinbar stillgestanden hatte, sogar mit einem kleinen Teich.
Ringsum sangen Vögel, die Sonne schien wohlig warm, Menschen saßen auf Bänken und erholten sich. Es war eine wahre Oase der Ruhe mitten in der geschäftigen Stadt. Wir schlenderten langsam umher und irgendwo in der Ferne hörten wir bereits die Pfauen. Dann stand plötzlich einer in seiner ganzen Pracht vor uns – er war wunderschön, genau wie die bunt gefärbten Meisen, die fröhlich um uns herumflatterten, zusammen mit einer schwarz-weißen Elster. Ein Stückchen weiter waren es mehr, und einige ruhten sich entspannt im Gras aus – ein wirklich schönes Erlebnis. 🦚
Vojan-Gärten — Pfauen laufen hier frei herum
Kampa-Insel und die Moldau
Aus den Vojans Gärten spazierten wir zur Kampa-Insel, die lebhaft war – viele Menschen saßen entweder einfach im Gras oder genossen ein Glas etwas Gutem. Und es gibt einen wunderschönen Blick auf die Moldau und die Karlsbrücke, unter der wir auf dem Weg dorthin eigentlich entlanggegangen waren.
Natürlich fotografierte ich überall viel, denn ich fotografiere sehr gerne und halte so Erinnerungen fest. 📸
Čertovka, Karlsbrücke und Kampa
Wir haben immer Getränke und einen kleinen Snack im Rucksack. Da wir bereits hungrig waren, aßen wir unser selbst mitgebrachtes Essen – am Vortag hatten wir zuhause Toasts gemacht und als süßen Abschluss eine Banane. 🥪
Náplavka und die Schwäne
Von Kampa aus wollten wir die Náplavka-Uferpromenade sehen – wir waren noch nie dort gewesen. Dort war wirklich viel los. Viele Menschen spazierten einfach umher, einige saßen mit einem Glas in der Hand und andere fuhren mit dem Fahrrad vorbei. Wir sahen sogar einen Ruderer und auch ein paar Schwäne, die sofort zu uns herüberschwammen, weil sie dachten, wir hätten etwas Leckeres für sie. 🦢
Náplavka — ein lebhafter Ort an der Moldau
Das Tanzende Haus und das Nationaltheater
Wir erkundeten viele Orte, die wir noch nicht kannten, und legten eine ganze Menge Schritte zurück, aber es war es absolut wert.
Von der Náplavka spazierten wir am Tanzenden Haus vorbei und fuhren mit der Straßenbahn zum Nationaltheater, von wo aus wir ins Hotel zurückfuhren, um uns endlich einzuchecken.
Tanzhaus und Nationaltheater
Abend im Hotel
Wir wollten auch das Fitnesscenter nutzen, das beim Aufenthalt kostenlos dabei war, aber es war völlig überfüllt. Das Abendessen aßen wir aus unseren eigenen Vorräten, die wir von zuhause mitgebracht hatten.
Im Hotel bekamen wir außerdem Gutscheine für Welcome Drinks, also setzten wir uns im hoteleigenen Restaurant und plauderten eine Weile darüber, was uns am nächsten Tag erwartet.
Es wird wohl auch ein bisschen abenteuerlich werden, denn mein Mann wird wegen beruflicher Verpflichtungen nicht dabei sein – meine Freundin und ich werden Prag ganz allein mit der Karte erkunden müssen. Hoffentlich schaffen wir das. Aber das erfahrt ihr im nächsten Beitrag – zusammen damit, was wir besichtigten, als es in Prag regnete. 🙂
Na, wie würde euch ein solcher Prag-Ausflug für 150 CZK gefallen? Und welche Orte in Prag findet ihr eurer Meinung nach besonders sehenswert?